TAMA Artstar II 1989

ZU DIESER WEBSITE

Inhalt: Der auf dieser Website enthaltene Inhalt ist nach bestem Wissen und Gewissen von mir zusammengestellt und gibt hauptsächlich meine subjektive Meinung wieder, ist aber nicht immer mein geistiges Eigentum. Er wird zum Zeitpunkt der Erstellung von mir als richtig erachtet. Unabhängig davon sollte der Besucher jedoch die Richtigkeit der Informationen und deren Brauchbarkeit für seine speziellen Bedürfnisse überprüfen.

Quellen: Meine Hauptinformationsquelle ist meine persönliche über 30-jährige Erfahrung im Umgang mit TAMA Drums, mein reger Austausch mit Drummerkollegen sowie mit dem TAMA Distribution Team zu diesem Thema. Neben den vielen Inputs, die ich dabei erhalten habe, bezog ich meine Informationen auch aus TAMA Katalogen, diversen Büchern sowie Musikmagazinen wie „Drum & Percussion“, „Sticks“, „Drum Heads“, etc. In den letzten Jahren nutzte ich auch das Internet und da natürlich die „Wikipedia“ sowie zahlreichen Foren und damit auch den Wissensstand aller im Netz aktiven „Drumalholics“.

Datenschutzerklärung: Anders als herkömmliche Enzyklopädien ist die Wikipedia frei. Es gibt sie nicht nur kostenlos im Internet, sondern jeder darf sie mit Angabe der Quelle und der Autoren frei kopieren und verwenden. Dafür sorgt die Creative Commons-Lizenz sowie die GNU-Lizenz für freie Dokumentation, unter der die Autoren ihre Texte veröffentlichen.

Da ich nun seit mehr als fünfzehn Jahren an diesem Artikel arbeite ist es mir aber unmöglich, alle Autoren zu nennen, von denen ich Informationen verarbeitet habe. Da diese Website eine rein private Fanpage sein soll und absolut keinen kommerziellen Nutzen darstellt, sehe ich darin aber auch keine Urheberrechtsverletzungen im eigentlichen Sinne. Sollte ich unabsichtlich ein Copyright verletzt haben, bitte ich um Rückmeldung.

Allgemeines: Geschichte: Finish: Kesselaufbau: Verarbeitung und Ausstattung:

Snares:

Hardware: Felle: Bewertung und Fazit: Becken:
Fotos:      

 

 

Mein TAMA Artstar II

Allgemeines:
Dieses hervorragende TAMA Artstar II Shell Set war mein erstes hochwertiges Schlagzeug. Das Artstar II gilt als absolutes Profiteil und war damals die Highend-Serie von Tama, selbstverständlich noch komplett "Made in Japan". Zum Sound braucht man eigentlich keine Worte zu verlieren. Nicht nur weil Lars Ulrich von Metallica das Set früher gespielt hat, gilt das Tama Artstar II als das Hard'n'Heavy oder Rock Set schlechthin. Auch Simon Phillips und Neil Peart spielten neben vielen anderen Spitzen-Drummern dieses TAMA Modell.  Aber es wurde auch für Pop- und Unterhaltungsmusikproduktionen verwendet, denn der Stimmumfang ist gewaltig und dadurch ist es wirklich universell einsetzbar.

 

Mein TAMA Artstar II bestand zuletzt aus (siehe auch ganz unten "Fotos"):

 Tama Artstar II

Anz.

Benennung

Größe ["]

Katalog-Nr.

Modell / Bezeichnung /Anmerkung

1

Bass Drum

20 x 16

AB20X

TAMA Artstar II mit Tom-Rosette

1

Snare Drum

14 x 6,5

SMS1455

TAMA Starclassic Maple

1

Snare Drum

14 x 08

HLD588

SONOR Signature "Horst Link"

1

Snare Drum

13 x 2,5

ROGERS Skinny "Pancake"

1

Rack Tom

10 x 10

AT10X

TAMA Artstar II

1

Rack Tom

12 x 11

AT12X

TAMA Artstar II

1

Rack Tom

13 x 12

AT13X

TAMA Artstar II

1

Rack Tom

14 x 13

AT14X

TAMA Artstar II

1

Floor Tom

16 x 16

ACF16R

TAMA Artstar Custom

1

Tambourine


DST

RHYTHM TECH

1

Cowbell

8

LP

1

Doppel-Pedal

9611DC-DB

GIBRALTAR Intruder II

1

Hi-Hat Stand

6895

TAMA Titan Serie

1

Snare Stand

6890

TAMA Titan Serie

1

Drum Rack

TAMA Power Tower System u. Dixon Seitenteile

12

Rack Clamp

DIXON 

4

Tom Holder

NLT

TAMA

7

Cymbal Boom Arm

DIXON

1

Tom Holder

LLT

TAMA (für Tambourine)

1

Drum Throne

DIXON Sattel Hocker

1

E-Drum Multi Pad

 

SPD 8

ROLAND Total Percussion Pad

Anz.

Benennung

Größe ["]

Baujahr

Modell / Bezeichnung /Anmerkung

1

Hi-Hat Cymbal

14

1989

PAISTE Signature Line Sound Edge Hi-Hat

1

Ride Cymbal

20

1989

PAISTE Signature Mellow Ride

1

Ride Cymbal

18

1978

PAISTE Formula 602 Flat Ride Medium

1

Crash Cymbal

17

1994

PAISTE Signature Line Full Crash

1

Crash Cymbal

16

1989

PAISTE Signature Line Power Crash

1

Crash Cymbal

15

2000

PAISTE Dimensions Thin Crash

1

Splash Cymbal

12

1989

PAISTE Signature Line Splash

1 Splash Cymbal
08 2002 PAISTE Alpha Splash

 

Geschichte:

Da ich im November 1987 das TAMA Imperialstar Shell Set mit dem Großteil der Hardware an einen Arbeitskollegen verkaufte, spielte ich seither wieder auf meinem blauen Royalstar. Vom Imperialstar behielt ich die King Beat Snare, den Snare Ständer und den Hi-Hat Ständer, die bis heute in meinem Besitz sind. Auch die PAISTE Becken behielt ich vorerst, veräußerte jedoch im September 1989 die 2oo2er mit dem TAMA Royalstar an den Musikverein und schaffte mir anschließend neue PAISTE Signature an.

Im September 1989 kaufte ich mir bei Jürgen Mader im „PROSOUND’S DRUMLAND“ in Koblenz-Lützel, heute besser bekannt als DRUMS ONLY, die ersten Teile des TAMA Artstar II Shell Set. Das Kit bestand zuerst nur aus der 20“ Bass Drum, sowie den drei Toms in 10“, 12“ und 13“. Größere Toms waren damals nicht vorrätig. Im Dezember 1989 erwarb ich dann ein 14“ Tom beim Musik-Markt in München. Im Juni 2002 bestellte ich mir im Drum Center Bochum ein Tama Artstar Custom in 16“, damit war mein Kit endgültig komplett.

Zu Weihnachte 1991 kaufte ich mir ein 8-fach Percussion-Pad, das brandneue Roland SPD8 und integrierte es in mein Set.

2005 verkaufte ich schweren Herzens das TAMA Artstar II Shell Set und legte mir ein Starclassic Maple zu. Ob es das Set heute noch gibt kann ich nicht sagen. Sollte es das Set noch geben und es in einem entsprechenden Zustand sein, würde ich auch einen Rückkauf in Betracht ziehen!

Finish:
Die Kessel sind außen wunderschön hochglanzlackiert, und zwar in schwarz. Dieses Finish nennt sich Piano Black mit der Abkürzung PBK.

Kesselaufbau:
Die Tom-Kessel bestehen aus besten kanadischen Ahorn (Canadian Hard Rock Maple) und sind mit 9 kreuzverleimten Lagen genau 7mm dick. Die Bass Drum besteht auch aus 9 Schichten, ist aber 9mm dick. Die innere Lage wurde mit einem gesprenkelte Schutzlack versehen (Zola Coat genannt). Die Kesselgratungen haben 45° mit leichtem Gegenschnitt  (Verhältnis 7:3), so dass die Felle auf einer 90° Kante aufliegen und sind äußerst hochwertig verarbeitet.

Verarbeitung und Ausstattung:

Generell ist die Verarbeitung der Holzkessel auf höchstem Niveau, ebenso die Qualität der Hardware-Teile, selbstverständlich ist hier alles „Made in Japan“. Die Tom-Halterungen sind noch direkt am Kessel montiert, allerdings ohne einer großen Bohrung und ohne, dass nach der Montage der Toms ein Halter in den Kessel ragt. Das 10“, 12“ und 13“ Tom hat je sechs Spannschrauben je Seite, alle größeren Toms haben acht. Die Spannböckchen sind durchgehend (sogenannte Hi-Tension-Lugs), ähnlich dem Rockstar oder dem heutigen Superstar, und sorgen somit für absolut spannungsfreie Kessel. Alle am Kessel verschraubten Hardware-Teile sind mit dem von TAMA patentierten Kunststoff (Vinyl-Chloride Plate) unterlegt, es gibt aber kein RIM-System. Aber diese Toms sind amtliche Rockgeräte, und müssen meiner Meinung nach nicht freier schwingen. Natürlich haben diese Toms keine eingebauten Dämpfer mehr.

Die Bass Drum hat Spannreifen aus Holz und natürlich 10 Flügelschrauben. Sie besitzt zwei in der Länge und im Winkel verstellbare Beine, die aber nicht in die Bass Drum versenkt werden können. Dadurch hat der Kessel um zwei Bohrungen weniger, was sich positiv im Klang auswirkt. Die Bass Drum hat mittels Gewinde und Rändelmutter auf Metallspitzen umstellbare Gummifüße, das Floor Tom der Artstar Custom Serie nicht.

Nachdem die Produktion des Artstar II offiziell ausgelaufen war, konnte man aber trotzdem noch Einzeltrommeln (oder auch ganze Sets) als Artstar Custom nachbestellen. Somit ließen sich bestehende Artstar-Sets gut ergänzen und erweitern. Ein Unterscheidungsmerkmal ist, dass die Custom-Serie von Werk aus Gussspannreifen besaß, und so war auch mein Floor-Tom mit diesen massiven "Die-Cast-Hoops" ausgestattet. Außerdem ist es innen natur, also nicht mit einem Schutzlack versehen. Es hat je 8 Stimmschrauben und alle Spannböckchen sind auch durchgehend, alles wie beim Artstar II.

Alle Kessel sind mit je einer Druckausgleichsbohrung ausgestattet, dessen Verkleidung auch gleich die Befestigung des TAMA Artstar II Badge übernimmt, die auch Serial-Nummern tragen. Es gibt auch einen Stempel bezüglich Produktionsdatum oder Qualitätssicherung an der Innenseite der Kessel.

Snares:

Zuerst spielte ich mit meiner TAMA King Beat weiter. Im Sommer 1988 ging ich wieder zum Fachhändler meines Vertrauens, zu Musikinstrumente Wilhelm Preisinger in Wien, dort wollte ich meine erste Holz-Snare erstehen, eine TAMA Artwood Maple AW526BM, 14 x 6,5 in Bird’s Eye Maple Amber Finish. Nachdem meine Wunsch-Snare noch nicht verfügbar war, habe ich mir vom engagierten Verkäufer eine SONOR Signature „Horst Link“ HLD588 in Ferromangan Größe 14 x 8“ einreden lassen (eigentlich ganz was anderes - oder ?!?) – und habe es aber bis dato nicht bereut. Sie ist noch heute in meinem Besitz und ich spiele sie regelmäßig.

Der Kessel der Sonor Signature ist aus 0,8mm Ferro-Mangan-Stahl nahtlos gezogen und mit einer Kesselgratung von 45° versehen, außen hochglanzverchromt und innen verchromt. Sie besitzt sogar 12 (!) einzelne Spannböckchen je Seite, die mit der patentierten Snap-Lock Gewindesicherung für die eigenartigen Sonor Spannschrauben (mit Schlitz statt mit Vierkant) ausgestattet sind. Serienmäßig ist die HLD588 mit speziellen Druckgussprofilspannreifen ausgestattet, die sich nicht verziehen, ein präzises Stimmen ermöglichen (und diese auch halten) und die gerade bei Rimshots das beeindruckende Klangbild perfekt abrunden. Alle Metallteile sind direkt auf Metall verschraubt, es gibt hier nirgends Kunststoffscheiben zur Entkoppelung, aber das ist in Ordnung bei einer amtlichen Power Snare.

Das besondere an dieser Snare ist die Parallel-Abhebung, die es jeden Schlagzeuger ermöglicht, die Snare mit ihren zahlreichen und feinfühligen Einstellmöglichkeiten auf seine individuellen Klangvorstellungen abzustimmen. Die konstruktiv und ausführungsmäßig exzellent gelöste Abhebevorrichtung ist eine Baugruppe für sich und absolut kesselneutral aufgebaut. Der Kessel hat also nichts mit der Kraftübertragung des Snare-Teppichs und nichts mit der Hebevorrichtung zu tun, die extrem leichtgängig ist und hervorragend funktioniert. Der Herstellerseitig montierte Snare-Teppich hat 24 Spiralen, ein zusätzlicher Teppich mit 22 Spiralen wird mitgeliefert, dieser soll extra gehärtet sein (habe ich ehrlich gesagt noch nie ausprobiert!).

1990 schenkte mir unser Ehrenkapellmeister des Musikvereins ein altes TROWA Schlagzeug, bei dem eine ROGERS Skinny „Pancake“ dabei war. Mit ihren kompakten Maßen von 13 x 2,5 und dem Alu-Druckgusskessel erschien mir diese Snare als die perfekte Side-Snare. Nach eine Restauration und einer Umlackierung des Kessels auf schwarz habe sie in mein Kit integriert. Diese Snare besteht aus einem 5mm starken, sehr groben Alu-Druckgusskessel mit einer Gratung von ungefähr 45°, die aber etwas rund verläuft. Die Trommel besitzt keine Spannböckchen, sondern einen durchgehenden Ring auf der Aussenseite des Kessels, in dem direkt die Gewinde für die je 6 Spannschrauben gebohrt wurden. Die rund 1,5mm starken Spannreifen sind leichte, sogenannte "Regular Hoops", also keine Gussspannreifen. Der Snare-Teppich besteht aus 16 Spiralen und kann mittels Rändelschraube auf der Abhebung ausreichend justiert werden. Die Abhebvorrichtung ist sehr einfach ausgeführt und leicht zu betätigen. Die Schlagseite habe ich mit einem REMO Weatherking coated Diplomat Batter und die Resonanzseite mit einem REMO Weatherking Diplomat Snare bestückt. Mit ihrem knackigen und prägnantem Sound wurde sie schnell zum Liebling aller Mitmusiker und ich habe sie heuto noch fix in meinem Rack verbaut und spiele sie reglemäßig. Eine wirklich tolle Piccolo-Snare!

Später erstand ich dann doch noch meine gewünschte TAMA Artwood Maple AW526BM, 14 x 6,5 in Bird’s Eye Maple Amber Finish, allerdings gebraucht. Diese Snare besteht aus acht Schichten 100% Canadian Maple, in aufwändiger Kreuzverleimung hergestellt, insgesamt 7mm dick, die äußerste und innerste Lage sind aus wunderschönem Vogelahornaugenfurnier. Die Snare ist mit Gussspannreifen, also mit "Die-Cast-Hoops" ausgestattet, gehalten werden diese von zehn Spannböckchen, sogenannten "Two-Way-Lugs", diese sind mit Gummi unterlegt, so dass der Kessel möglichst frei schwingen kann. Die Spannschrauben sind noch nicht mit Kunststoffscheiben unterlegt. Die relativ einfach ausgeführte Abhebevorrichtung "Cam-Lever-Strainer" funktioniert bestens. Die komplette Hardware ist hochglanzverchromt.

2003 kaufte ich mir eine TAMA Starclassic Maple 14 x 5,5 Model SMS1455F. Diese Snare besteht aus sechs Schichten 100% Canadian Maple, in aufwändiger Kreuzverleimung hergestellt, insgesamt nur 5mm stark, und gehört somit zu den sogenannten "Premium Maple Shells", die Spitzenklasse-Serie von den TAMA Wood-Snares, natürlich „Made in Japan“. Die Kesselgratung beträgt 45° mit leichtem Gegenschnitt für optimale Fellauflage. Zusätzlich sind sogenannte Sound-Focus-Ringe (ca. 5mm stark und 15mm hoch) eingearbeitet, die praktisch die Gratung verlängern, sie wirken sich sehr positiv auf den Klang aus. Die Snare ist mit Gussspannreifen, sogenannten "Star-Cast-Hoops" ausgestattet, die mit Kunststoffscheiben unterlegt sind. Die Snare hat nur 8 Spannböckchen je Seite und diese sind mit Gummi unterlegt, so dass der Kessel möglichst frei schwingen kann. Die komplette Hardware ist hochglanzverchromt. Der Snare-Teppich MS20SC14S, der eigens für die Starclassic Serie entwickelt wurde, besteht aus 20 eng anliegenden Spiralen und kann mittels Rändelschraube auf der Abhebung sehr fein justiert werden. Die Abhebevorrichtung MUS70A ist leicht zu betätigen, und ist ebenso wie der Spiralteppich patentiert.
Das Finish des Kessels ist "Ahorn Natur" hochglanzlackiert. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig mit viel Liebe zum Detail, wie z. B. die edle Holzrosette beim Luftloch
.


Hardware:

Mein Drumrack bestand damals aus zwei Dixon Basic Racks und einer gebogenen Frontstange mit 130cm von TAMA. Ursprünglich hatte ich Dixon Beckenarme und Beckenhalter gekauft, mittlerweile habe ich alle gegen TAMA getauscht, nur die meisten Rackklemmen sind noch von Dixon. Interessant sind die vier originalen Artstar-Tomhaltewinkel mit der Bezeichnung NLT. Oben haben sie anstatt der Rillen nur einen Sechskant, unten sind sie fast 20mm dick.

Als Fußmaschine benutzte ich vorerst mein Single-Pedal vom TAMA Techstar weiter, bevor ich mir eine MAPEX Doppelfußmaschine der einfachen Bauart zulegte. Dies war ein Fehler, damit war ich nie richtig zufrieden. Also holte ich mir eine GIBRALTAR Intruder II, mit Präzisionskardanwelle, kugelgelagerte Federaufhängung, Doppelkettenzug mit auswechselbarem Cam- & Sproket Drive, doppelseitiger Filz- / Kunststoffschlägel, Memory-Funktion aller Einstellungen, breiter Fußplatte und seitlicher Arretierungsschraube. Außerdem konnte diese DoFuMa mit wenigen Handgriffen sehr schnell in 2 einzelne Pedale umgebaut werden! Mit diesem Gerät war ich dann sehr zufrieden.

Als Hi-Hat Ständer nutzte ich nach wie vor den vom Imperialstar weiter, für mich ist das einer der fünf besten Hi-Hat Stands, die es am Markt gibt. Vom Techstar verwendete ich den Snare-Ständer, das ist ein weiterentwickelter Titan, der mit dem Schnellverschluss bei der Höhenverstellung anstatt der Flügelmutter. Auch dieser Snare-Ständer hat keinen Zahnkranz mehr und ist im Winkel stufenlos verstellbar. Die Verchromung der Titan Hardware ist generell sehr hochwertig. Die angebrachten Tama Labels sind gelb. Den Snare Ständer besitze ich heute noch, ebenso den Imperialstar Hi-Hat Ständer, und auch der funktioniert noch immer anstandslos.

Felle:
Die originalen Schlagfelle von Toms und Bass Drum waren „TAMA PinStripe“ - Made by Remo, USA. Beim ersten Fellwechsel stieg ich bei den Toms auf Evans G2 um, sowie bei der Bass Drum auf ein Emad und blieb dabei bis zum Verkauf. Die originalen einschichtigen Resonanzfelle an den Toms waren „clear“ und TAMA gelabelt und wurden von mir nie gewechselt. Die Schlagseite des Standtoms war werkseitig mit einem EVANS Genera CAD/CAM190 G2 clear bespannt, als Resonanzfell kam ein EVANS Genera CAD/CAM190 G1 clear zum Einsatz. Das originale TAMA Resofell an der Bass Drum wurde mal beschädigt und deshalb von mir gewechselt. Das Remo Ambassador coated an der King Beat Snare musste  einem Evans Hydraulic blue weichen, mit diesem Fell habe ich damals Aufsehen erregt. Heute habe ich ein Evans Power Center G1 oben. An der Sonor Signature ersetzte ich das originale Remo Ambassador coated erst durch ein Evans Genera hd dry, später dann durch ein Evans Genera st dry, das mit den Luftlöchern. Die Schlagseite der TAMA Starclassic Maple ist mit einem EVANS Genera G1 coated und die Resonanzseite mit einem EVANS Resonant 300 bespannt, also die Werksbestückung, aber die ist absolut in Ordnung.

Bewertung und Fazit:
Das TAMA Artstar II Shell Set war damals in die Kategorie „absolute Profiliga“ einzuordnen, sowohl vom Klang als auch von der Verarbeitung. Das ist sicher nicht nur meine persönliche Sichtweise. Das TAMA Artstar II ist auch sicher heute noch „Oberklasse“ und wird auch gerade im Rockbereich noch gerne gespielt. Es hat sicher einen gewissen Sammlerwert, je nach Zustand und Größe der Trommeln. Auch ein gewisser Kultstatus ist nicht zu vernachlässigen, und wenn ich mal Gelegenheit habe, so ein Set günstig zu erwerben, dann schlage ich bestimmt zu.

Becken:
Siehe: Meine Paiste Becken

Ausschnitte aus den Katalogen 1986 - 1988:

Ausschnitte aus den Katalogen 1989 - 1990:

Ausschnitte aus den Katalogen 1991 - 1994:

Alte Fotos von 1990 - 2005:

 

gueneu 11.11.2012 14:52